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Das erste Kirchenbild habe ich nicht fotografiert, sondern gezeichnet und gemalt. Im Juni 1964 fuhr ich mit meinen Zeichenutensilien nach Accum; suchte mir einen günstigen Standpunkt – einen, der mir keine perspektivischen Schwierigkeiten verursachte und legte los. Ein sehr geradliniges Bild und gleichzeitig der erste Versuch, etwas sehen zu wollen, was als Objekt real und nicht als Fotografie vorhanden ist.
Das Fach Heimatkunde war von christlichen Dogmen durchtränkt; doch ich liebte die alte Geschichte innigst und wollte mehr und mehr wissen. Nicht um zu, sondern einfach intuitiv, als Teil, als Wesenszug von mir. Die Accumer Kirche gefiel mir vor allem wegen ihres Zwiebelturmes und der Stille. Sie lag am Rande des Ortes; gleich in der Nähe fingen endlose Felder an.
Meine Schulklasse hatte die Kirche besucht; vor allem war es ein Grab in der Kirche, das mich sehr beeindruckt hat.
Das Bild bringt aus heutiger Sicht den Kirchenbau auf einen Punkt; die Kirche ist kein spirituelles Gebäude, sondern ein wuchtiger, geradliniger Prunkbau der Macht. Eine Trutzburg. Es ist das Kinderherz, das die Dinge um sich voller Liebe wahrnimmt, ohne die Grausamkeit der Kirchengeschichte zu kennen.
Ahnt das Kind schon um die Gehirnwäsche?

